Die 5ka unterwegs in Carnuntum und den Donau-Auen
Von 2. bis 3. Juli 2026 begab sich die 5k auf eine spannende Reise in die Vergangenheit und mitten hinein in die Natur. Mit dem Zug ging es zunächst nach Petronell-Carnuntum, wo wir in die Welt der Römer eintauchten. In der rekonstruierten Römerstadt wurde nicht nur gestaunt, sondern auch diskutiert: Welche Rolle spielten Glaube und Aberglaube? Was kam in der Antike auf den Tisch? Welche gesellschaftlichen Unterschiede gab es zwischen Männern und Frauen? Und warum können die Gladiatoren als Superstars der Antike betrachtet werden?
Im Anschluss führte uns der Weg ins Nationalpark-Institut des Nationalparks Donau-Auen und Naturhistorischen Museums Wien. Nach dem Beziehen der Zimmer und einem gemeinsamen Abendessen gab Ranger Manfred spannende Einblicke in die Geschichte der Hainburger Au, die Besetzung der Au und die Entstehung des Nationalparks Donau-Auen. Die Schüler:innen lauschten aufmerksam und erfuhren, warum sich Engagement für den Naturschutz lohnt.
Anschließend wurde gemeinsam das WM-Sechzehntelfinale Österreich gegen Spanien verfolgt. Dabei zeigte sich, dass manche nicht nur beim Fußball, sondern auch bei der österreichischen Hymne noch etwas Übungsbedarf haben.
Doch damit war der Tag noch nicht zu Ende: Bei einer nächtlichen Wanderung durch die Au lauschten wir den Fröschen, entschlüsselten Fledermaus-Echos und hielten Ausschau nach dem geheimnisvollen Pfänderwesen. Zwar wurde keines entdeckt, dafür entwickelten sich einige Teilnehmer:innen jedoch verdächtig stark in Richtung Werwolf.
Der Freitag stand ganz im Zeichen der Donau-Auen. Mit dem Boot ging es flussabwärts, unterbrochen von Spaziergängen durch die Au, Klettereinlagen, kleinen Abenteuern und erfrischenden Schwimmpausen. Besonders beeindruckend war die Dynamik der Natur: umgestürzte Bäume, neu entstehende Lebensräume und die Vielfalt an Pflanzen und Tieren zeigten eindrucksvoll, was Prozessschutz bedeutet.
Am Ende bleibt vor allem eine Erkenntnis: Nationalparks und Schutzgebiete sind keine „unberührte Natur“, sondern Orte, an denen Natur sich frei entwickeln darf. Die Donau-Auen haben uns gezeigt, wie wertvoll diese Vielfalt ist – und dass es sich lohnt, für ihren Erhalt einzustehen.