Wenn es ginge, würde ich DASS für immer aus der deutschen Sprache verbannen. Denn dieses Wort treibt mich in den Wahnsinn.
DASS scheint so klein und unsichtbar, jedoch bringt es meine Gehirnzellen zum Brennen. Während des Schreibens deutscher Texte entpuppt es sich als mein größter Erzfeind und bei Grammatik-Übungen wird es auch nicht harmloser.
In meinen konzentriertesten Phasen schleicht sich die Frage in mein Hirn, ob ich DIES, JENES, WELCHES stattdessen einsetzen könnte und bringt mich aus der Fassung.
„Eigentlich ist es ja ganz leicht!“, hallen die Worte meiner Mutter in meinem Kopf wider, als ich angestrengt gegen einen Ziegenschmaus kämpfe.
Und kläglich verliere.
Ich kann auf das Grübeln, die Unsicherheit und die quälende Frage, ob da noch ein „s“ dazu gehört, gerne verzichten.
Ich will Frieden in meinem Kopf.
Und Klarheit in meinen Sätzen.
Marlene Fuchs 3kb
… inspiriert von & durch Aidin Halimi und seinem Poetry Slam Beitrag “Ich brauch’ nicht Artikel“