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Projekt LEGO-Mindstorms - eine Lernumgebung für KLEX-Kids
Wir beherrschen den Computer (und nicht umgekehrt!)


Mindstorms ist eine Lernumgebung, die den Kindern eigenständiges Erfahren von Programmieren von Null weg ermöglicht. Diese Lernumgebung wurde in jahrzehntelanger Entwicklungsarbeit von Seymour Papert geschaffen. Dieser arbeitete von 1958 bis 1964 mit Jean Piaget in Genf zusammen und gilt als sein brilliantester und erfolgreichster Schüler. Papert suchte sich für die Verwirklichung seiner Idee einen Spielzeughersteller und fand mit LEGO die richtigen für sein Projekt.
Der Bausatz besteht aus einem Baustein, in den ein programmierbarer Prozessor integriert ist. Dieser Baustein hat vier Eingänge für Sensoren, die Daten aus der Außenwelt aufnehmen können. Diese Daten können verarbeitet werden. Außerdem sind drei Ausgänge zum Steuern von Motoren vorhanden. Programmieren ist nicht mehr abstrakt, es wird erfahrbar: Alles, was programmiert wird, wird vom "Roboter" sofort umgesetzt. Man erlebt sofort die eigene Programmierung.
Im regulären Unterricht werden in der zweiten Schulstufe (16 Einheiten) zunächst die Roboter gebaut. Nach einem kurzen Programmierversuch ausschließlich mit Symbolen über das integrierte Display folgt das Programmieren mit der graphischen Oberfläche am PC. Zum Abschluss setzen wir uns auch noch mit dem textualen Programmieren auseinander. Lego Mindstorms bietet einerseits eine hervorragende Lernumgebung im Sinne unserer Schule.
Andererseits bieten wir mit unserem Angebot unseren Schülerinnen und Schülern schon in der zweiten Klasse im regulären Unterricht die Möglichkeit, auf spielerische Weise sehr tiefgehend mit dieser Technologie in Verbindung zu treten. Die Erfahrung, dass wir eine so hoch entwickelte Maschine wie den Roboter selbst programmieren können, soll uns auch vor Augen führen, dass wir die neue Technologien beherrschen können und nicht von ihnen bestimmt werden.
Wesentlich ist uns in diesem Zusammenhang auch, dass wir hier Mädchen und Buben - soweit organisatorisch möglich - ausnahmsweise getrennt unterrichten. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass beide Gruppen dann viel ungestörter ihren sehr individuellen Zugang zur Technik entwickeln können - die Geschlechterrollen sind in diesem Alter noch nicht so gefestigt.

Wir waren beim RoboCupJunior 2012!